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Klinikum Update: 23. Juni 2026

Prüfung der Vorgänge im Klinikum begrüßt

Erste Ergebnisse der Prüfung am Elbe-Elster-Klinikum

Wie angekündigt, begrüßen wir die vom Landrat initiierte unabhängige Prüfung der Vorgänge am Elbe-Elster-Klinikum ausdrücklich. Die Sicherung einer qualitativ hochwertigen und flächendeckenden medizinischen Versorgung hat für uns oberste Priorität – und genau dafür braucht es Transparenz und klare Fakten.

Gestern fand nun eine erste Präsentation des beauftragten Prüfunternehmens forvis mazars statt. Die Prüfer sind seit rund zwei Wochen mit der Sichtung von Unterlagen befasst und haben erste Einschätzungen vorgelegt.

Was wurde deutlich?

Bestätigt wurde – wie allgemein bekannt – die angespannte Lage im Gesundheitswesen und der daraus resultierende Handlungsbedarf bei den bestehenden Strukturen. Besonders bemerkenswert war jedoch, was bisher kaum offen angesprochen wurde: die Notwendigkeit von Eigenmitteln sowie die realen Kostensteigerungen, die von Verantwortlichen lange bagatellisiert oder verdrängt wurden. Konkrete Zahlen oder Schätzungen wurden im gestrigen Bericht allerdings noch nicht genannt.

Leistungsgruppen als entscheidende Hürde

Ein zentrales Thema war die Frage der Leistungsgruppen: Bislang wurden lediglich zwei Leistungsgruppen bestätigt – eine Grundlage, die für einen möglichen Zentralneubau nicht ausreicht. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um die notwendigen Gruppen zu sichern.

Zudem wurde klar darauf hingewiesen, dass ein Neubau nicht am tatsächlichen Bedarf vorbeigeplant werden darf. Auch die umliegenden Kreise stehen vor denselben Herausforderungen und werden sich spezialisieren und zukunftsfähig aufstellen müssen. Es ist daher keineswegs sicher, dass ein Zentralbau Patienten über die Kreisgrenzen hinaus gewinnen könnte – eher im Gegenteil. Als mögliche Alternative wurde deshalb auch eine stärkere Vernetzung mit kreisübergreifenden Häusern ins Spiel gebracht.

Zusammenarbeit und offene Fragen

Die Kooperation mit der Medizinischen Universität Lausitz (MUL) wurde grundsätzlich begrüßt, jedoch auch darauf hingewiesen, dass diese Zusammenarbeit möglicherweise nachteilig für die Zuweisung weiterer Leistungsgruppen sein könnte – zumindest lassen die Ausführungen diese Interpretation zu.

Darüber hinaus wurden alle relevanten Akteure – Aufsichtsrat, Geschäftsführung, Gesellschafter und weitere – in den Blick genommen. Die klare Botschaft: Die Herausforderungen müssen gemeinsam angegangen werden, ohne vorschnelle Festlegungen auf ein bestimmtes Ziel.

Unsere Haltung

Wir werden diesen Prüfprozess im Kreistag weiterhin begleiten. Entscheidend bleibt für uns, dass die Abgeordneten endlich umfassend und transparent über alle Entwicklungen informiert werden – insbesondere über den notwendigen Eigenanteil bei einem möglichen Klinikneubau und dessen solide Finanzierung.

Ursprüngliche Stellungnahme (Anfang Juni 2026)

Die Sicherung einer qualitativ hochwertigen und flächendeckenden medizinischen Versorgung hat für uns oberste Priorität. Daher befürworten wir die vom Landrat angeschobene, unabhängige Prüfung von Vorgängen am Elbe-Elster-Klinikum ausdrücklich.

Für uns ist entscheidend, dass die Abgeordneten des Kreistags endlich transparent über alle Entwicklungen unterrichtet werden. Insbesondere erwarten wir klare Aussagen zum notwendigen Eigenanteil bei einem möglichen Klinikneubau und wie dieser solide finanziert werden soll. Wir werden diesen Prüfprozess im Kreistag aktiv und konstruktiv begleiten.